1752 Bibel der Natur

Swammerdamm, J: Bibel der Natur, worinnen die Insekten in gewisse Classen vertheilt, sorgfältig beschrieben, zergliedert, in saubern Kupferstichen vorgestellt … werden. Nebst H. Boerhave Vorrede von dem Leben des Verfassers. Aus dem Holländischen übersetzt. Leipzig, Gleditsch 1752. Mit 3 gest. Vign. und 53 Kupfertafeln von J. C. G. Fritsch. 4 Bll., XII, 410 S., 7 Bll. Dekorativer HLdr. um 1900 im Stil d. 18. Jhdts. Folio.                         €2400
Nissen ZBI 4056; Horn-Schenkling 21797; Hagen II, 209. – Erste deutsche Ausgabe. Posthum erschienenes Werk des bedeutenden Tieranatom und Naturforschers Swammerdamm (1637-85), dem eigentlichen Begründer der modernen mikroskopischen Sektionstechnik. “Er schliff Scheren und Nadeln so fein zu, daß er damit auch kleine Insekten sezieren und den Bau ihrer Eingeweide studieren konnte. In seiner – Bibel der Natur – sind diese sehr detaillierten Studien auf eindruckvollen, großformatigen Taf. zusammengefaßt. Berühmt sind seine anatomischen Darstellungen der Laus und besonders der Biene. Auch die Stechmücke untersuchte er in allen Einzelheiten…” (Nissen II, 284), weiterhin zeigen die Taf. Krebse, Frösche, Schnecken, Schmetterlinge u.a. – Mit Subskribentenverzeichnis. – Mit Exlibris Julius Rühm und dessen handschriftl. Vermerk: “Geschenk der Stadt Nürnberg zu meinem 60. Geburtstag (20. Mai 1942). Julius Rühm.” Rühm (1882-1960) war ab 1933 berufsmäßiger Stadtrat und wurde am 22. April 1945 von der amerikanischen Militärregierung in das Amt des Nürnberger Oberbürgermeisters eingesetzt. Aufgrund seiner nationalsozialistischen Vergangenheit (er war Mitglied der NSDAP gewesen) wurde er aber am 26. Juli 1945 wieder aus dem Amt entlassen. – Zwei Tafeln verso mit montierten handschriftl. Ergänzungen des 19. Jhdts., 2 weitere Tafeln mit kl. Papierverklebungen. Insgesamt recht sauberes und wohlerhaltenes Exemplar, die Tafeln in guten Abdrucken.
Bestellnummer: 13347 - Aus Liste: Neueingänge Januar 2012

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Münchner Theatergeschichte
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Der verehrten Kollegin und Künstlerin Fräulein Elise Seebach königl. bayerische Hofschauspielerin am Tage der Feier ihrer fünfzigjährigen Wirksamkeit auf der koenigl: Bühne von den Mitgliedern des k. Hoftheaters. 18. August 1822 – 1872. (München, 1872). Kalligraphisches Titelblatt und Textblatt, beide in Gold und Farben, sowie ein Blatt mit 54 Autographen der Ensemblemitglieder des Hoftheaters. Eingehängt in violetter Samtmappe mit auf Vorderdeckel gr. montiertem Lorbeerkranz aus Bronze um die Initialien E S; Die Schleife mit gravierten Daten 18. August 1822 – 1872. Die hintere Decke mit 4 Messingbuckeln jeweils in den Ecken. 43 x 31 cm.                                                                      €3500

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