1764 Das grausame Ende der Kunzisch-Mehnertisch- und Heßischen Bande

Räuber. –  Actenmäßiger Verlauf, die vor denen Wohledlen Stadt-Gerichten zu Leipzig, wegen verschiedener Erzdiebe und Räuber, welche sich zu der Kunzisch-Mehnertisch- und Heßischen Bande gehalten, ergangene Peinliche Untersuchung, derer Inquisiten gethanes Bekänntnis, Todes-Urthel und dessen am 3ten Jun. 1763. auf dem Marckte allhier, auf einem besonders erbauten Gerüste, ingleichen am 27ten Januar. 1764. an gewöhnlicher Feimstädte darauf erfolgte Vollziehung betreffend. Leipzig,  1764. Mit g est. Frontispiz und 5 Kupfertafeln. 3 Bll., 260 S. Neuer Pappband mit goldgepr. Deckeltitel. 20 x 17 cm.                €1800

Avé-Lallemant I, 238; Huelke-Etzler I, 2317. – Berichtet über Verhaftung, Prozess und die in Leipzig erfolgte Hinrichtung von 6 Angehörigen einer Räuberbande, darunter der Anführer J. G. Kunze. Die aus 40 Mitgliedern bestehende Bande bewegt sich zwischen Hessen und Böhmen und beging unzählige Einbrüche und Pferdediebstähle. Während der scharfen Befragung erbot sich der Anführer, trotz behaupteter Schuldlosigkeit, „als Vergeltung für seine gebetene Freilassung, ein Gaunerbuch zu schreiben und damit allen Diebereien in Zukunft vorzubeugen“ (Ave-Lallemant). Das Mitglied Johann Andreas Bamberg simulierte Wahnsinn und konnte so seine Hinrichtung um 8 Monate verzögern. – Das Frontispiz zeigt Kunze kurz vor seiner Verhaftung als „Juncker Hans“ zu Pferde, die Tafeln andere Bandenmitglieder.

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