1622 Eine nackte Musikerin!

Alte Geige der Warheit/ mit einer newen Quinte. (Augsburg, Greuter und Mang?), ca. 1622. Einblattdruck mit Kupferstich und vierspaltig gedrucktem Text in Reimen, 38,5 x 27,5 cm; Kupferstich: 17,3 x 11,8 cm).        €3900

Vgl. VD 17 23:708452B (dort als Flugschrift in 2 Bll. mit diesen Verlagsangaben); Ludwig Rosenthal (München, ca. 1885), Kat. 65, Nr. 1408 (vorliegendes Exemplar),  Im deutschen Wörterbuch von J. und W. Grimm (Bd. V, Sp. 2570) werden einige Verse zum Lemma ‘Geige’ aus dem seltenen Flugblatt zitiert: „wie kömmts doch, dasz allein / ich armes jungfräulein / musz so verhasset sein / mit meiner geig so fein? / den text gar scharf ich geig, / wahrheit ich nicht verschweig, / ich geig sie kurz und rund / von meines herzens grund u. s. w.“. – Die Illustration zeigt eine nackte Frau, die auf einer Geige spielt, die nur eine Saite hat. – Stellenweise unter geringem Verlust der Umrandungsbordüre (hauptsächlich rechts) beschnitten und mit Wurmspuren (teils Buchstabenverlust) aufgezogen. Die Allegorie der Wahrheit mit Ihrer Geige auf einem Podest als „Venus“ im Meer stehend, umringt von schwimmenden Hunden als Symbole des Neides.

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Geige und Spott im Dreißigjährigen Krieg
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 Allmodische Discant Geyge, Unlangst mit grosser müh und unkosten Nagelneu auß Utopia gebracht, jetzo aber allen dieses Spiels Liebhabern in bequeme abbildung verfertiget und in Druck gegeben. O. O., ca. 1622. Einblattdruck mit Kupferstich, darunter dreispaltig gedruckter, durch Bordüren getrennter Text in Reimen. 39 x 23 cm; Kupferstich: 12.9 x 20,1 cm). €4800

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