Kochbuch für Israelitische Frauen



Wolf, Rebekka: Kochbuch für Israelitische Frauen, enthaltend die verschiedensten Koch- und Backarten mit einer vollständigen Speisekarte so wie einer genauen Anweisung zur Einrichtung und Führung einen religiös-jüdischen Haushaltung. Zehnte sehr vermehrte und verbesserteAuflage. Frankfurt, Kauffmann 1891. 2 Anzeigen-Blätter, XXVI, 289 S., 3 Anzeigen-Blätter. OLwd. €190
Weiss 4284; Fürst III, 590.- Die erste Ausgabe erschien 1853, die letzte des jüdischen Kochbuch-Klassikers 1933. Enthält ab Seite 247 „Speise-Karte für das ganze Jahr sowohl für Hausmannskost als auch für die feinere Küche- mit genauester Beachtung der Jahreszeiten und Berücksichtigung des Sabbathe, Feier und Festtage wie sämtlicher Vorabende derselben…“. – Etwas berieben und fleckig. Titelblatt unten am Falz mit kleinem Einriss.
1615 Hermann Billung, Herzog von Sachsen

Meibom, Heinrich: Vindiciae Billinganae, sive demonstratio evidens, Hermannum Billingum, primum ob Ottone M. Imperatore, Saxoniae Borealis institutum Ducem, non equestris ordinis hominem, nedum pauperis agricolae filium, sed ex illustri generosaq[ue] familia Saxonica oriundum fuisse. Helmstaedt, Lucius 1615. Mit blattgr. Holzschnitt. 4 Bll., 32 S. Alter Umschlag aus Marmorpapier. 17,5 x 14 cm. €300
VD17 23:233738C. – Meibom versucht zu beweisen, dass Hermann Billung (Herzog von Sachsen im 10. Jahrhundert) nicht – wie in einigen Legenden behauptet – der Sohn eines armen Bauern war. Die Schrift dient als „offensichtlicher Beweis“ (demonstratio evidens), dass er aus einem illustren sächsischen Adelsgeschlecht stammte. Das Werk sollte die Legitimität und den hohen Status des Hauses Billung untermauern. – Der Holzschnitt zeigt Hermann Billung und seine vermeintliche Ehefrau (tatsächlich Schwiegertochter) Hildegard von der Westerburg. – Titelblatt gebräunt.
Cholera ist wenn man trotzdem lacht!
(Fechner, Gustav Theodor): Schutzmittel für die Cholera, nebst einem Anhange, enthaltend die vornehmsten Meinungen der Aerzte über den Sitz und das Wesen oder die nächste Ursache, die Contagiosität oder Nichtcontagiosität dieser Krankheit. Von Dr. Mises. Erste Auflage. Leipzig, Voß 1832. IV, 144 S. Orig.-Pappband. €180
Satirische Schrift des Physikers und Naturphilosophen Fechner (1801-1887), der einige humoristische Werke unter dem bald aufgedeckten Pseudonym „Dr. Mises“ veröffentlichte. Fechner macht sich lustig über die vielfältigen und teils aberwitzigen Versuche der zeitgenössischen Ärzte, die Seuche Cholera in den Griff zu bekommen und auch noch gut dabei zu verdienen. Besonders bekommt die Homöopathie Fechners Häme zu spüren, die an der Bekämpfung genauso scheiterte wie ihre allopathischen Kollegen: „Felsen zersplittern, Marmor zerbricht, Die Homöopathie, die rührt sich nicht!“. – Die letzten Seiten falsche nummeriert. Recht gutes Exemplar!



